Besucher meiner Website werden sich fragen, wie kommt man nach mehr als 2Ojähriger erfolgreicher Teckelzucht auf den Boston-Terrier. An dieser Stelle muß ich wohl etwas weiter ausholen.
Meinen ersten,,Hundekontakt" hatte ich bereits im Säuglingsalter, da meine Großeltem im Besitz eines Deutschen Schäferhundes Namens Bello waren. Hier liegen wahrscheinlich die Wurzeln meiner Affinität zu den bellenden Vierbeinem.
Im Kindesalter war ich eigentlich für jede Rasse offen, obwohl meine Tendenzen eher zu großen Hunden, wie Schäferhund oder Dobermann, gingen. Später wurde die Größe des Hundes dem Wohnumfeld angepaßt und da unser Haus über zwei Etagen verfügt und der Lebensmittelpunkt in der zweiten Etage liegt, wurde es eine kleinere Rasse, nämlich Rauhhaarteckel. Im Laufe der Jahre spezialisierte ich mich auf die Kleinteckel, also Zwerg- und Kaninchenteckel, welche mit max. 5 kg Körpergewicht ein gutes ,,Tragegewicht" besitzen.
Vor etlichen Jahren stieß ich beim Studium einer Hundezeitschrift auf die Veröffentlichung des CBD welcher im Klub für Terrier organisiert ist. Hier wurden die Erfolge, Wurfankündigungen usw. publiziert. Ich fand die Rasse ansprechend, aber die Darstellung etwas ,,kultig". Somit verblieb ich bei meiner Rasse, welche ich in den Folgejahren erfolgreich auf Ausstellungen und im Gebrauch führte.
Eine befreundete Teckelzüchterin, Petra Severitt suchte für sich und ihre Familie einen größeren Hund als ,,Wachhund". Nach längerem Studium der Hunderassen und deren Eignung stieß sie auf die in Deutschland relativ seltene Rasse Boston-Terrier. Sie erwarb bei einem Züchter eine Hündin, welche, wie sich später herausstellte, der kleinsten Größe der Boston angehörte. Winky, wie die Hündin genannt wurde, entwickelte sich zu einem sehr angenehmen Hausgenossen, welcher in gewisser Weise als Katalysator für die Teckel dient. Sie nimmt viele Situation sehr gelassen, in denen die Teckel schon mal ,,am Rad drehen", da sie ihre jagdliche Passion ausleben. Hier ist es natürlich von Vorteil, daß die Bosti's Begleithunde sind und somit entspannter reagieren.
Als meine Freundin einen Boston-Terrier-Zwinger ,,Vom Wambachtal" gründete und Winky die Zuchttauglichkeit erlangte, reifte bei mir der Wunsch, aus dem ersten Wurf eine Hündin zu erwerben. Tja, wie so oft im Leben, der Mensch denkt und die Natur lenkt. Die Wurfstärke betrug 6,1, also 6 Rüden und eine Hündin und wer schon einmal etwas mit Züchtern oder der Zucht zu tun hatte weiß, daß häufig aus dem ersten Wurf ein Welpe in der heimatlichen Zuchtstätte verbleibt. Hinzu kam, daß dieser Wurf optimal gezeichnet war und die Hündin auf natürlichem!!! Wege geworfen hatte. Tja Pech für mich, Glück für die Züchterin.
Somit begab ich mich auf die Suche und wurde im Nachbarland Polen fündig. Im September 2015 zog Beauty genannt Miss Elli bei uns ein. Es war schon interessant, wie die Teckel auf den kleinen Eindringling mit der völlig anderen Körpersprache reagierten. Eigentlich sind Teckel ja ,,Rassisten", aber Elli stand von Anfang an über den Dingen. Wurde sie ,,angemachf", blieb sie stehen und ließ den Angriff an sich abprallen. Mit zunehmendem Alter wurde sie natürlich immer flinker und selbstbewußter, so daß sie sehr schnell einen festen Platz im Rudel erobert hat.

Tja, und wie sollte es anders sein, in gewisser Weise macht diese Rasse "süchtig", so daß als Spielkamerad auf Augenhöhe nun auch bei uns eingezogen ist.
Schauen wir mal, wie sich die Dinge entwickeln und ob eine meiner Damen vielleicht die Stammhtindin im Boston-Zwinger ,,Von der Waldhöhe" wird.
... aber erst einmal ist ,,Trockentraining" angesagt, denn auch der KfT hat so seine ,,Spielregeln" und da ich auch hier optimale Bedingungen ftir meine Zucht schaffen möchte, werde ich mich nun als Zaungast auf Veranstaltungen des KfT begeben.